16. Dezember - Während des Sturms auf die streikende Berggrube „Wujek” in Kattowitz kommen neun Bergleute ums Leben, getroffen von den Schüssen der Ordnungskräfte. Mehrere sind verletzt.
General Florian Siwicki (Chef des Generalstabs der polnischen Armee) während der Sitzung des Politbüros der Partei:
Das für den heutigen Tag gesetzte Ziel haben wir erreicht. […] Das Zusammenwirken zwischen der Bürgermiliz und den Sicherheitsdiensten verläuft sehr gut. Wir haben die erste Linie durchbrochen - wir haben den Gegner gelähmt, aber noch nicht geschlagen.
Schlussfolgerungen:
Der Kriegszustand ist aufrechtzuerhalten. Die Militärkräfte müssen auf ihren Positionen bleiben, die Zange gegenüber dem Feind darf nicht aufgelockert werden.
Die Behörden aller Stufen müssen sich rücksichtslos der Disziplin und Rigorosität des Kriegsrechts unterwerden.
In begründeten Fällen ist die Kraft zu demonstrieren, die Zange darf auch nicht während der Weihnachten aufgelockert werden. Gleichzeitig müssen die Leiden des Kriegszustandes dort, wo es möglich ist, gemildert werden.
Nach der Niederschlagung des Streiks und der Isolierung der Gegner darf es keine politische Leere geben. Notwendig ist der Kampf um den Geist, notwendig ist ein großes Engagement der Parteikräfte.
In der Zeit des Kriegsrechts war der Anblick polnischer Panzer auf polnischen Straßen allgemein. Auf diese Weise versuchten die Machthaber die Gesellschaft einzuschüchtern (Foto: J. ¯o³nierkiewicz).
Inoffizielle Briefmarke der „Solidarno¶æ” aus dem Untergrund — ein Zeichen des Widerstandes gegen die Machthaber. Nach der Einführung des Kriegsrechts unterstützten die Vereinigten Staaten die polnische Untergrundgewerkschaft.