Das Phänomen der Solidarno¶æ PL EN DE FR ES RU www.poland.gov.pl
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Virtuelle Zeitung Nr. 35 vorige Nummer (
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Oktober 1981

  • 26. September - 7. Oktober - Sitzung der Zusammenkunft NSZZ „Solidarno¶æ” (II. Runde). Die Delegierten wählen auf demokratische Weise Lech Wa³êsa als Vorsitzenden der „Solidarität” und als Führungsorgan der Gewerkschaft - Landeskommission. Beschluss des auf der Selbstverwaltung beruhigenden Wirtschaftsprogramms „Solidarität”.
  • 16. Oktober - Die Regierung verlängert den Soldaten, die gerade vom Dienst in die Reserve entlassen werben sollen, den Militärdienst um zwei Monate.
  • 18. Oktober - Vom Posten des I. Sekretärs des Zentralkomitees der Partei tritt Stanis³aw Kania zurück, seinen Platz nimmt General Wojciech Jaruzelski ein, der aber die Stellung des Premierministers weiter beibehält.


Priester Józef Tischner in der Predigt in der Messe während der Zusammenkunft:

Das Besondere der polnischen Arbeit ist das, dass sich in ihr oft der Himmel widerspiegelt. Gott segnet die polnische Arbeit. Denn die polnische Arbeit ist ein Weg zu Gott. Wir müssen diese Widerspiegelung schützen wie unser eigenes Auge. Diese Widerspiegelung gibt nämlich der menschlichen Arbeit den tiefsten Sinn. Ohne den kann der Mensch den Sinn für seine Arbeit verlieren. Er kann auch den Sinn für das Polnische verlieren. […]

Die polnische Arbeit ist krank. Aus diesem Grund sind wir eigentlich hier, dass die polnische Arbeit krank ist. Sie ist groß wie die Weichsel (der grösste Fluss Polens), aber auch wie die verschmutzte Weichsel. Wir stellen uns heute die Frage: warum ist sie krank? Es ist nicht leicht, auf diese Frage eine Antwort zu geben, aber gewisse Tatsachen sind klar. Die Arbeit in Polen wurde - anstatt die Beziehungen zu vertiefen, ein Gebiet für den Menschen zu sein - ein Gebiet der Übereinkunft, des Streites, sogar des Verrates. Die Wässer der Weichsel sind schmutzig. Die Wässer der Weichsel sind sogar blutig. Wir sind da, um diese Wässer zu reinigen. Wir arbeiten an der Arbeit, damit die Arbeit von neuem ein Gebiet des Verständnisses, der Eintracht, des Friedens wird.





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Plakat zur Erinnerung an das einjährige Bestehens der „Solidarno¶æ” (Projekt: J. Brukwicki).


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Beratungssaal des Kongresses in Danzig (Foto: IPN).


 
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