Das Phänomen der Solidarno¶æ PL EN DE FR ES RU www.poland.gov.pl
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Juli - August 1981

  • 23. Juli - Verringerung der Fleischmenge auf den Lebensmittelkarten.
  • 30. Juli - In Lodz und in anderen Städten werden Hungermärsche mit einem hohen Frauenanteil abgehalten.
  • 1. August - Einführung einer Reglementierung des Verkaufs von Süßigkeiten, Kaffee, Fetten, Zigaretten, Waschpulver.
  • 3. August - Anhalten der von „Solidarität” organisierten Manifestation der Autobusse der Warschauer Verkehrsbetriebe. Drei Tage lang war die zentrale Kreuzung der Hauptstadt gesperrt.
  • 26. August - In Moskau beginnt der Druck der Bekanntmachungen über die Verhängung des Kriegszustandes.


Jacek Kuroñ über die Hungermärsche:

Die Wirtschaft brach zusammen, obwohl vieles darauf hinwies, dass die Menschen besser als vorher arbeiteten, z.B. im Bergbau ging die Menge der geförderten Kohle trotz der vielen freien Samstage nur minimal zurück, was die erhöhte Ausbeute mehr als rekompensiert hat, da man aufhörte, Steine dazuzuschütten, um die Menge zu erhöhen. Was hat man davon, dass das Gesetz der sozialistischen Wirtschaft die ständige Erhöhung des Rohstoff- und Energieverbrauchs ist. Es fehlte an allem. Der Zusammenbruch der Organisation erhöhte die Verschwendung noch mehr und in der Folge ging die Produktion stark zurück. […]

Die Menschenmengen mit den Transparenten auf den Straßen verletzten die Vorschrift, dass niemand aus dem Tor des Betriebs hinausdurfte. Sie schufen eine so gespannte Atmosphäre, dass die Regierung wohl in Panik geriet.





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Hungermarsch der Frauen — Protest gegen die mangelhafte Lebensmittelversorgung (Foto: J. Fila / Forum).


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Satirisches Plakat der „Solidarno¶æ” zum Parteitag der PVAP im Juli 1981: „Erster Effekt des Parteitages — Kürzung der Lebensmittelrationen”.


 
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