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- 8. April - Nach Warschau ist eine Gruppe von sowjetischen Sicherheitsoffizieren angeflogen, um nachzuprüfen, ob die von ihnen empfohlenen Korrekturen zu den Plänen der Verhängung des Kriegsrechts eingeführt wurden.
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- 22. April - Einführung von Lebensmittelkarten für Butter, Mehl, Reis, Getreide.
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- 12. Mai - Gerichtliche Registrierung der „Solidarität” für Bauern.
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- 13. Mai - Attentat auf Johannes Paul II. in Rom.
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- Es mehren sich die von den Sicherheitsdiensten inspirierten Akten der Entehrung der Friedhöfe sowjetischer Soldaten in Polen.
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- 5. Juni - Moskau übt Kritik an der polnischen Partei für die Nachgiebigkeit gegenüber der „internen Konterrevolution”.
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Der Oberst, Ryszard Kukliñski (Offizier des Generalstabs der polnischen Armee, der die USA über die Absichten der polnischen Machtbehörden gegenüber der „Solidarität” aufklärte):
Nachdem die Sowjets unsere Pläne zur Kenntnis genommen hatten, hielten sie diese Pläne für unzureichend und erhoben diesbezüglich eigene Postulate. Nach Einschätzung von Russen ist die Verhängung des Kriegsrechts dadurch bedingt, den Sozialismus verteidigen zu müssen. Zusammen mit der Verhängung des Kriegsrechts ist die Verfassung auszusetzen und die ganze Macht an die Hauptleitung der Armee zu übergeben. […] Als Vollstreckungsorgane des Kriegsrechts müssen die Armee, die Sicherheitsdienste und aktive Kräfte der Partei fungieren. Während des Kriegszustandes sowie während der Vorbereitung zu dessen Einführung hat man sich darauf zu konzentrieren, die Gegenrevolution innerhalb der „Solidarität” zu demaskieren, die Leiter und radikale Aktivisten zu identifizieren, ihre Aufenthaltsorte zu finden und Agenturen innerhalb der fremden Organisationen zu gründen sowie illegale Funkstationen und Druckmaschinen zu identifizieren. Die Sowjets haben uns auch aufgetragen, vierzehn Stunden vor der Verhängung des Kriegsrechts die Aktivisten zu internieren, und anschließend die Ermittlungsverfahren einzuleiten und Notgerichte zu gründen.
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 Polnische Soldaten in Kampfbereitschaft (Foto: ADM).
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 Satirische Osterkarte. Anspielung auf die drohende militärische Intervention der Sowjetunion.
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