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24. August (Sonntag)

  • Weder in Danzig noch in Stettin werden die Gespräche mit der Regierungskommission fortgesetzt.
  • Beim Danziger überbetrieblichen Streikkommitee (MKS) entsteht eine Expertenkommission, welche den ersten Punkt der Forderungen erarbeitet.
  • In den Abteilungen des in Polen stationierten sowjetischen Militärs ordnet man eine erhöhte Kampfbereitschaft an.


Auftritte bei der Plenarsitzung des Zentralkommitees der Vereinigten Arbeiterpartei Polens (VAP):


Tadeusz Fiszbach (I. Sekretär des Landkreis-Kommitees der VAP in Danzig):

Es muss offen gesagt werden, dass der Inhalt, die Form und die Sprache unseres Dialogs mit der Gesellschaft allzu oft an ihren Meinungen vorbeiging, allzu oft waren sie eher ein Ausdruck unserer Sehnsüchte und nicht die Widerspiegelung von Gedanken, Bedürfnissen und Problemen von arbeitenden Menschen, insbesondere von der Arbeiterklasse. [...]

Es wäre ein Fehler zu meinen, dass der Streik in der Danziger Werft, und im folgenden auch in einigen hundert anderen Unternehmen in der „Dreistadt“ (Danzig/Zoppot/Gdingen), eine Folge der Tätigkeit einer kleinen Gruppe von Vertretern anti-sozialistischer Kräfte wäre, dass seine Entstehung, sein Verlauf und seine Ziele einer Basis entwuchsen, die mit der Arbeiterklasse nicht verbunden wäre oder der Volksrepublik Polen feindlich gesinnt wäre. [...]

Gegenwärtig kann - im Gefühl der Gesellschaft in der „Dreistadt“, auch innerhalb von Parteiorganisationen - nur ein verantwortungsvoller Dialog zu einer Überwindung der Sackgasse und zur Wiederaufnahme der Arbeit durch die Streikenden führen.



Jan £abêcki (I. Sekretär der Basisparteiorganisation der Danziger Werft):

Ich würde ein starkes Wort riskieren: die Partei sollte sich aufraffen, die Anstrengung zu unternehmen, den Schmutz von der eigenen Schulter abzuwerfen. Das wäre höchste Zeit und unabhängig von der eingenommenen Position oder von der politischen Ebene. Es zählt nur die Arbeit, nicht schöne Worte. Jeder sollte entsprechend der Arbeit, die er ausführt und der Effekte dieser Arbeit bezahlt werden. Das sind die Forderungen der Dockarbeiter, übrigens schon seit längerer Zeit. […]. Das sind doch unsere Parolen, lassen wir sie uns nicht von den Oppositionellen wegnehmen.





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Familienangehörige der Streikenden hinter dem Werfttor (Foto: B. Nieznalski / Karta).


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Mitteilung über die Einberufung der Expertenkommission.


 
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