- In der Danziger Werft erscheint die erste Nummer des „Streik-Informationsbulletin Solidarno¶æ”.
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- Am Abend beginnen die Gespräche des Danziger Streikkommittees (388 Betriebe umfassend) mit der Regierungskommission, welche über Rundfunk in der ganzen Werft übertragen werden.
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- Die Delegation des Stettiner Streikkommittees kommt in Danzig an.
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Mieczys³aw Jagielski (Vizepremierminister):
Niemand teilte mir mit, welchen Kompetenzbereich ich habe. Ich musste mir nur anhören: „Fahr und lös den sozialen Konflikt auf. Und das so schnell wie möglich, denn die Situation ist sehr ernst.” [...]
Ich erinnere mich an die erste Ankunft, an unfreundliche Rufe, an das Trommeln im Autobus, der uns hinführte. [...] Ich fühlte diese Feindseligkeit. Das war makaber. Ich musste mit starkem Herzflattern die Regierung gebührend vertreten.
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Lech Wa³êsa:
Ich nähere mich auf der Seite des Saales für Arbeitsschutz und Hygiene (BHP-Saal) in einem engen Spalier aus einer Menge von Dockarbeitern. [...] Aus dem Bus steigt Jagielski aus. Mit bleichem, herabgezogenem Gesicht, einen dunklen Aktenkoffer unter dem Arm. [...] Ich gehe zu ihm, strecke die Hand aus, willkommen in der Werft. Ich bin entspannt, lächle. „Leszek, Leszek!” - ruft die Menge wie aus einem Mund. Damit wird uns das Vertrauensvotum bezeugt, das uns von den Streikenden entgegengebracht wird, Ankommende sollen sehen, wie weit die Bevollmächtigung reicht. Ein Meer von Leuten, ein Meer von erhabenen Händen mit geballten Fäusten.
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Genowefa Klamann (Teilnehmerin an dem Streik):
Wir Frauen - in der rechten Ecke des BHP-Saales in der Nähe des Eingangs versammelt - waren schon seit in der Früh rege , wir schnitten Brot, Wurst, wir richteten Brötchen her, um denjenigen möglichst schnell zu essen zu geben, die sich nach einer kurzen Nacht dorthin wenden, wo sie ihren Hunger stillen können. Spezielle Brigaden lieferten uns jeden Tag eine Ration von Gurken, Tomaten, Paprika, Butter, Brot. [...] Es gab auch Notzeiten, als die Zusteller mit der Lieferung nicht nachkamen - dass es am Markt an vielem mangelte, hatte auch seine Kosequenzen.
Es gab einen Tag, als uns nur eine Badewanne voll Blutwurst geliefert wurde, die teilten wir einigermaßen gerecht auf, damit jeder zumindest ein Stückchen bekam. [...]
In dem Moment, als die Regierungskommission mit Herrn Jagielski an der Spitze zum ersten Mal die Schwelle des Beratungszimmers überschritt, waren wir durch dieses Ereignis wir gelähmt, und mit den Messern in den Händen standen wir unbeweglich da und schauten gespannt auf die Tür, wo eine hitzige und nicht alltägliche Atmosphäre herrschte. Der hell erleuchtete Saal, die Stille, die Stimmung einer gewissen Konzentriertheit, wir versenkt in der Menschenmasse der Wartenden…
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 Ein die kommunistische Partei mit dem Volk gleichsetzendes Plakat.
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 Lech Wa³êsa begleitet den stellvertretenden Premierminister Mieczys³aw Jagielski zum Verhandlungssaal (Foto: Z. Trybek / Karta).
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