Um 5 Uhr waschen, rasieren und bis 6 Uhr Gespräche mit den Kollegen zu Themen des vergangenen Tages. Vor 6 Uhr war ich beim zweiten Tor, die (National-)Hymne wurde gesungen, Bo¿e co¶ Polskê (Gott, der Polen...), immer mit der Beteiligung von Leszek [Wa³êsa].
Wir mussten auch morgendliche Spaziergänge machen. E weiterer Punkt meines Programms war das Kaufen und Lesen der morgendlichen Presse - obwohl sie verlogen war, aber wir mussten sie lesen und mit der Wirklichkeit vergleichen, d.h. mit dem, was in der Werft geschieht, und mit den Nachrichten, die von ausländischen Rundfunkanstalten gesendet wurden. Anschließend las ich die Bulletins und Streiknachrichten, die vom Streikkommittee herausgegeben wurden. Um ungefähr 9 Uhr begab ich mich in meine Abteilung und machte Frühstück. In der Abteilung blieb ich rund eine Stunde, wir unterhielten uns über verschiedene Themen, aber an manchen Tagen musste ich meine „dickköpfigen“ Kollegen von unserer berechtigten Sache und unserem schlussendlichen Sieg überzeugen.
Um 12 Uhr war ich schon im Bereich des Beratungssaales und des zweiten Tores, hier konnte man verschiedene Leute aus Polen und vom Küstengebiet sehen sowie die neuesten Nachrichten hören. Ugefähr um 15 Uhr brachte die Familie das Essen - das Mittagessen und Trockenproviant für das Abendbrot und das Frühstück. Um 17 Uhr gab es das gemeinsame Abendgebet. […]. Nach den TV-Nachrichten hatte ich mein Abendessen und war im Bereich des zweiten Tores und des Beratungssaales, bis 22.00-23.00. Nach der Rückkehr in meine Abteilung hörten wir ausländische Sender. Um rund 24 Uhr legte ich mich schlafen, neben meiner Werkzeugmaschine, auf Brettern und Styropor, ich schlief sehr schnell ein, obwohl das Schlaflager nicht das bequemste war, und außerdem wurde das Dasein in der Werft von Tag zu Tag schwerer.