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- Die Arbeiter-Delegationen, die mit dem Vizepremierminister verhandeln, unterbrechen die Gespräche und ordnen sich dem überbetrieblichen Streikkommittee unter, welches 304 Betriebe vertritt.
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- Das Stettiner Streikkommittee zählt schon über 30 Betriebe.
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- Der Sicherheitsdienst verhaftet Mitglieder und Mitarbeiter von KOR (Kommittee der gesellschaftlichen Selbstverteidigung) und anderen opositionellen Gruppen.
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- In der Presse dauert die gnadenlose Propagande-Hetze gegen die Teilnehmer des Streiks an.
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- 64 Warschauer Interlektuelle formulieren einen Apell, der die Regierung auffordert, das Streikkommittee anzuerkennen und Gespräche mit den Arbeitern aufzunehmen.
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Aus den Erklärungen des übergeordneten Streikkommittees:
Der erste Punkt unserer Forderungen hat eine Schlüsselbedeutung. Ohne unabhängige Gewerkschaften können alle anderen Forderungen in Zukunft gestrichen werden. Das war schon des öfteren in der kurzen Geschichte der Volksrepublik Polen der Fall. Die offiziellen Gewerkschaften verteidigten und verteidigen nicht nur unsere Rechte und Interessen, sie zeigen sich überdies auch der berechtigten Streikaktion gegenüber feindlicher eingestellt als Partei- oder Regierungsorgane.
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Aus dem „Apell der Intellektuellen”:
Wir alle - die Regierten und die Regierenden - müssen das Wohl von Polen im Auge haben. In der gegenwärtigen Situation sollte man es lassen, Streit zu schüren und die Gesellschaft mit Hilfe von nicht durchdachten Worten und beleidigenden Schubladisierungen zu teilen. Es gab schon zu unserer Zeit genug herabwürdigende Hasskampagnen. Lernen wir doch alle, einander in Würde zu achten.
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Aus dem Protokoll der Sitzung des Büros des Politischen Zentralkommittees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei:
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Genosse General Wojciech Jaruzelski:
Wir müssen sensibel sein für sovjetische Angelegenheiten, wir müssen auf sie achtgeben. Unter unseren Freunden gibt es eine Beunruhigung wegen dem, was bei uns hier geschieht.
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Genosse Edward Gierek:
In einem früher nicht bekannten Ausmaß entstand eine Psychose der Unmöglichkeiten und der Angst, die von dem Druck des Feindes verursacht wurde. Es gibt etwas in der Gesellschaft und in der Partei, das seit Jahren im Wachsen begriffen ist. Die Vertrauenskrise ist allgemein verbreitet… [...] Ich kann jederzeit mit den Arbeitern Gespräche aufnehmen.
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 General Wojciech Jaruzelski, Minister für Nationale Verteidigung (Foto: ADM).
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 In diesem Saal fanden die Sitzungen des Überbetrieblichen Streikkomitees in Danzig statt. Rechts ist eine Leninbüste zu sehen (Foto: Z. Trybek / Karta).
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